Landschaft im Val di Fiemme – Fleimstal

Val di Fiemme (Fleimstal und Fleimstaler Alpen) – Gewässer & Berge

Das Fleimstal, italienisch Val di Fiemme, wird von Bergketten wie der Latemar-Gruppe, der Palagruppe und dem Lagorai eingefasst. Ebenfalls zu sehen sind der Pale di San Martino sowie der Rosengarten, eine auffällige Gruppe von Bergen im Westen der Fleimstaler Alpen. Das Tal wird vom Gebirgsfluss Avisio durchflossen, welcher bei Trient in die Etsch mündet.

Als Teil der Dolomiten wird die Landschaft im Val die Fiemme von bis zu 3000 m hohen Bergen geprägt. Typisch für die Landschaft sind die sanft gewellten Almen, welche sich mit felsigen Riffen abwechseln. Aufgrund seiner besonderen mineralischen Zusammensetzung leuchten die Berge bei Sonnenuntergang in den verschiedensten Rottönen. Das Phänomen wird im Trentino „Enrosadira“ genannt und beruht auf dem hohen Anteil an Kalziumkarbonat und Magnesium. Insbesondere die Dolomitengruppe Rosengarten hat ihren Namen wegen der unvergleichlichen Farbtöne wie in einem Rosengarten bekommen. Das Farbspektrum reicht von Hellgelb und Orange bis zu Rosa, Rot und Violett.

Fauna und Flora im Val di Fiemme

Bestimmt wird die Region von etwa 20000 ha Tannen- und Lärchenwäldern sowie zahlreichen Almen und Wiesen. Hier wachsen bis zu 40 m hohe Tannen, Lärchen und Fichten, welche für ihr besonderes Holz bekannt sind. Nicht umsonst ist das Val di Fiemme für seine sogenannte Haselfichte, welche das Holz für Musikinstrumente liefert und insbesondere bei der Herstellung von Violinen und der unvergleichlichen Stradivari verwendet wird. Das Holz wird im Instrumentenbau ebenfalls als Material für Resonanzböden von Klavieren eingesetzt.

Die Hochebenen im Trentino werden dagegen meist als ausgedehnte Weideflächen genutzt. Die reiche Tierwelt umfasst Rotwild wie Hirsche und Rehe ebenso wie Murmeltiere, Füchse, Steinböcke und auch Eichhörnchen und Feuersalamander. Zur Flora gehören neben den weiten Wäldern auch Wiesen mit großen Vielfalt an Blumen, Gräsern und Sträuchern. Hier gedeihen noch Türkenbundlilien und Stechpalme sowie Waldorchideen und Mäusedorn.

Natur- & Wildschutzgebiete

Gleich zwei Naturparks bereichern die Region Val die Fiemme. Die Naturparks Paneveggio – Pale di San Martino und Trudner Horn sind Anziehungspunkt für Wanderer und Naturliebhaber und belegen die Flora und Fauna auf ganz besondere Weise. Der Naturpark Paneveggio – Pale di San Martino im Osten des Fleimstals reicht vom Venegia-Tal über die Dolomitenkette Pale di San Martino bis zum Lagorai-Massivs. Hier befinden sich der als „Geigenwald“ bekannte Fichtenwald sowie die Lagoraigruppe und Cima Bocche mit ihren Felsen aus Quarzporphyrs. Typische Karsterscheinungen findet man im verwilderten und fast menschenleeren Vanoi-Tal und Canali-Tal und mit dem Fradusta-Gletscher und dem Travignolo-Gletscher kann man sich auch zwei Gletscher anschauen.

Im Südtiroler Teil des Val die Fiemme befindet sich der Nationalpark Naturpark Trudner Horn. Der Naturpark ist etwa 6866 ha groß und verfügt über 400 km markierte Wanderwege. Das Naturschutzgebiet liegt auf einer Höhe zwischen 300 m und 1700 m und zeichnet sich durch ein besonders mildes Klima aus. Dementsprechend herrscht hier auch eine große Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt.

Wasserfälle

In der Region Val di Fiemme befindet sich ein Wasserfall in der Nähe von Cavalese. Der Cascata di Valmoena stürzt etwa 50 m tief und mündet in den Avisio. Einer der berühmtesten Wasserfälle des Trentino befindet sich jedoch im größten Naturschutzgebiet der Region Adamello-Brenta-Naturpark. Die Wasserfälle Cascate Val Daone sind auch unter dem Namen Kristallwände bekannt, denn im Winter gleichen die gefrorenen Wasserfälle einer Kristallwand aus Eis. Die fast 136 Wasserfälle bieten aber auch im Sommer ein unvergleichliches Schauspiel der Natur und sind im Winter ein Paradies für Eiskletterer.